Dienstag, 15. Mai 2012

Ich bin Ich

Wenn man ab und an mal einen Blick zurück wirft auf das was war und sich überlegt wie gut und schnell doch alles gegangen ist, dann übersieht man ganz gerne, dass doch eine gewaltige Zeit vergangen ist.

Genau so geht es mir, wenn ich hier in meinem Blog schaue wann mein erster Beitrag erschien und wenn ich feststelle, dass es nun knapp 4 Jahre waren, seit ich meinen Weg zu meinem wahren Ich begonnen habe. Klar sind es eigentlich sehr viele Jahre mehr, die es Zeit gebraucht hat zu Erkennen, langsam zu Begreifen, es nicht Wahr haben Wollen, Zu Verweigern und doch irgendwann Festzustellen wie es tatsächlich ist. Die Zeit des Verstehens und Akzeptierens dauerte lange. In meinem Blog ging es hauptsächlich um den dann irgendwann eingeschlagenen, aber eben entscheidenen Weg zu mir selbst. Mein Weg zu meinem wahren Ich.

Nun habe ich diesen Weg, diesen Abschnitt meines Lebens, hinter mich gebracht. Ich bin angekommen in mir, habe zu mir gefunden. Ich habe mein wahres Ich erreeicht.

Mit dem Beschreiten meines Weges habe ich noch viel mehr gefunden wie nur mich selbst. Ich denke, auch daß gehörte zu meinem Weg dazu. Mich nicht nur selbst zu finden, sondern mich damit auch der Welt zu öffnen, daß ich über mein Ich hinaus auch glücklich werden konnte.

Wenn ich heute zurückblicke und auf die letzten 4 Jahre schaue, dann ist in dieser Zeit so viel bewegendes passiert, dass man kaum fassen kann, dass es "nur" 4 Jahre waren.

Dass mir auf meinem Weg zu meinem wahren Ich auch noch die Liebe meines Lebens begegnet ist und wir ganz aktuell gestern unseren zweiten Hochzeitstag feiern konnten zeigt sehr eindrücklich wie viel sich in mir verändert hat und wie sehr mich mein Weg befreit hat.

Inzwischen genieße ich das Leben wie es sich für mich ergeben hat. Das Zusammensein mit meinem Engeli, das Leben wie ich es mir immer gewünscht habe.

Mein Blog hat schon lange keine neuen Beiträge erhalten, ein Zeichen dafür, dass mein Weg zu meinem wahren Ich erfolgreich bewältigt ist. Es gab viele bewegende Momente, Zeiten der Freude über kleine Erfolge, Augenblicke der Tränen. Es gab aber immer die Zuversicht, dass ich es schaffen werde und dank all der lieben Menschen, die zu mir gestanden haben, mir den Rücken stärkten und auf die ich mich verlasen konnte, ging es immer weiter voran.

Heute nun ist der Punkt gekommen, an dem ich diesen Blog hier beenden werde. Nicht weil ich keine Lust mehr hätte zu Schreiben, sondern weil ich auch damit dokumentieren möchte, dass dieser Lebensabschnitt nun für mich abgeschlossen ist. Der Weg zu meinem wahren Ich hat den Weg freigemacht für mich und mein Engeli. Wir zwei werden nun gemeinsam weiter durchs Leben gehen und die Zeit genießen. Neue Ideen und Projekte werden uns begleiten. Doch dies werden neue Geschichten werden, die hier in diesen Blog nicht mehr hineingehören. Dieser Blog findet nun hier sein Ende, der neue Blog beginnt dort:




*** The End ***
*** 15. Mai 2012 ***
*** In Dankbarkeit für alles ***
*** Theia ***

Samstag, 25. Februar 2012

Die Heilung schreitet voran

Knapp eine Woche bin ich nun zuhause und Pflege meine OP-Stelle, bzw. lasse pflegen :). Naja, man kommt einfach selbst nicht so gut an die kritischen Stellen wie eine zweite Person. Zudem ist meine Liebste ja noch Pflegefachkraft, wer sonst könnte sich denn besser um die verheilenden Wundstellen kümmern als sie? :-)  Dankeschöööön :-)

Wie schon bei der ersten OP gibt es dieses Mal keine Schmerzen, alles ist fein. Ich bin sehr zufrieden mit dem was ich im Spiegel sehe. Auch Monika ist zufrieden. Dies bedeutet dann auch, dass die zweite OP wie geplant die letzte war und ich kein Krankenhaus mehr von innen sehen mag :).

Jetzt einfach noch die Zeit nehmen und die Wundstellen verheilen lassen.

Und dann?

Tja ... dann mache ich das, was ich schon die letzten Monate und Jahre gemacht habe ...


... ich lebe meine Träume.


Allen, die gerade dabei sind sich selbst erst noch zu finden, allen, die schon auf dem Weg zu sich selbst sind, allen, die es wie ich geschafft haben, und allen anderen sende ich

ganz viele liebe Grüßles
Theia

Samstag, 18. Februar 2012

Wann möchten Sie denn nach Hause?

Öh, nach Hause? Klar, will ich, aber die Frage schon am Freitag? Sage und schreibe am Tag nach der OP!!! "Samstag oder Sonntag?" kommt der Vorschlag gleich nach von der Ärztin an meinem Bett, die gemerkt hat, dass ich etwas überrascht war. Sie hatte einen Blick auf die OP-Stelle geworfen, das Ergebnis für gut befunden und deshalb wäre es kein Problem schon ganz zeitig heim zu fahren. Monika und ich entscheiden uns für Sonntag. Nochmal Zeit am Samstag auf die OP-Stelle zu schauen und zu reagieren bevor wir übereilt abreisen. Außerdem ist Ferienbeginn und die Fasnachtsnasen und Wintersportler sind auf der Straße zu finden, bevorzugt am Samstag. Also der bessere Tag dann Sonntag. Überglücklich über diese schnelle Entlassung aus der Klinik freuen wir uns sehr, dass auch dieser OP-Teil so gut gelaufen ist.

Liebe Grüße an alle und besonders an Zimmer 115 auf Station 1 der Klinik. Auch dir Michaela wünschen wir einen super guten weiteren Verlauf. :-)

Theia und Monika

Freitag, 17. Februar 2012

OP erfolgreich und es geht mir gut

Ganz viele liebe Grüße sende ich allen heute aus der Klinik in München-Bogenhausen. Gestern habe ich den zweiten Teil der GaOP hinter mich gebracht und bin schon wieder wohlauf. Die OP ist gut verlaufen, knapp eine Stunde hat es gedauert. Das Ergebnis soll wohl fein aussehen meinten die Docs, also bin ich zufrieden. Das war dann die letzte OP und ich bin ganz und gar und völlig in meinem wahren Ich angelangt. Eigentlich bin ich da ja schon lange, doch gehörte dieser zweite OP-Teil dann eben noch dazu. Ich bin froh und glücklich :-)

Grüßles an alle und Danke für's Daumendrücken, hat wieder gut geholfen :-)
Theia

Mittwoch, 8. Februar 2012

grünes Licht für OP Teil 2

Heute habe ich meinen Laborwerten der OP-Vorbereitung hinterhertelefoniert. Es gab da noch die kleine Geschichte mit den Keimen im Urin und ich wollte gerne zeitig von der Klinik eine Rückmeldung, ob sich dahingehend irgendwelche Probleme für die OP ergeben würden. Mein Hausarzt meinte zwar schon , daß es kein Thema sein sollte, aber sicherheitshalber eben die Frage an die Klinik.

Nachdem ich nun seit Tagen keine Antwort erhalten hatte, habe ich heute telefonisch nachgefragt. Angekommen waren meine Wete und eine erste Weiterleitung wohl schon erfolgt. Doch die nette Dame vom Patientenmanagement wollte nochmal nachfragen, Rückruf versprochen auf morgen.

Bereits kurze Zeit später klingelt mein Handy und die Assistenzärztin von OP-Teil 1 war dran. Ein kurzes Abstimmen und dann die Signalisation: Der OP steht nichts im Wege, die Keime sind kein Problem. OP-Termin steht und geht klar.

Juhuu, bald schon ist dann auch das Thema OP komplett abgeschlossen (außer ein paar Kleinigkeiten gibt's ja eh nix zu tun).

Mal schauen wie ich zum Berichten aus der Klinik komme. Dann gibt's hier auch vom zweiten OP-Teil wieder Infos :).

Bis bald also, die nächsten Beiträge werden demnächst eintrudeln. Liebe Grüße an alle und ein Extra-Spezial-Grüßle noch an Michaela: Auch bei dir wird alles supi laufen, wir sehen uns dann :)

Theia

Samstag, 14. Januar 2012

ein Lebenszeichen

Lange ist es her, dass mein Blog einen neuen Beitrag verzeichnen konnte. In meinen Augen ein sehr gutes Zeichen, denn der Weg in mein wahres Ich steht kurz vor der Vollendung, und dann ist mein Leben genau so normal wie alle anderen ... *kurze Denkpause* ... Ok, also so normal wie ich eben halt bin ... *nochmal Denkpause* ... ok, vergessen wir das mit dem Normal ;-).

Doch was bedeutet das für meinen Blog hier? Nun, wie man ja schon seit einiger Zeit merken konnte, ist es ziemlich ruhig hier geworden und ich denke, wenn dann auch die Nach-OP mit der Heilungsphase hinter mir liegt, dann wird es für mich hier nichts mehr zum Schreiben geben. Mein Weg zu mir ist dann abgeschlossen, die berichtenswerten Stationen auf diesem Weg sind bewältigt und liegen hinter mir. Das was nun kommt ist "Alltag" und wird so sein wie ich es mir immer erträumt habe. Wobei es eigentlich ja noch viel mehr geworden ist. Denn ich habe auch noch mein Engeli gefunden, das ich über alles auf der Welt liebe, und das mit mir den ganzen Weg gegangen ist. Gibt es noch etwas Schöneres als, dass Träume und unbewußte Sehnsüchte in Erfüllung gehen?

Doch schon in wenigen Wochen wird mein Tagebuch hier nur noch als Erinnerung an diesen Weg da sein. Es wird keine neuen Einträge mehr geben, ich werde diesen Blog wohl nicht mehr weiter führen. Dies soll nicht bedeuten, dass ich mich gar nicht mehr melde, doch das Thema dieses Blogs ist bald abgeschlossen. Wie und wo es weitergehen wird (aber auch ob überhaupt), dass werde ich dann sehen und die Info darüber wird dann wohl hier den Abschluß bilden werden.

Aber noch ist es nicht soweit und ein paar Dinge liegen noch an:

Die Rechnung zur Personenstandsänderung ist zwischenzeitlich mal eingetrudelt. Die Aktion hat mich nochmal 250 € gekostet. Davon sind rund 175 € für das eine Minigutachten, der Rest war fürs Gericht. Der zweite Gutachter war kostenlos.

Der Termin für die Nach-OP  steht. Bald wird es soweit sein. Wobei es ja nicht mehr so viel zu tun gibt. Ist ja alles sehr gut geworden da unten. Vor allem auch Dank der guten Pflege durch mein Engeli :).

Nur ein kleines Problem gibt es aktuell noch, welches ich noch in den Griff bekommen muß: Ich habe ein paar Keime in meinem Urin. Das ist nicht geschickt für die OP. Die müssen noch weg. Ein paar habe ich schon eliminieren können, die letzten müssen jetzt dran glauben. Bis zur OP ist das fein.

Montag, 26. September 2011

Ein Zeitungsartikel

Rund 1 1/2 Monate liegt die OP in München nun hinter mir und es wurde heute wieder Zeit den normalen Arbeitsalltag zu beginnen. Einerseits war es natürlich dank des guten Heilungsverlaufs und der sehr guten Bewegungsfreiheiten eine schöne Zeit zuhause ohne Arbeit, andererseits zeigt aber auch gerade eben die nun erfolgte Wiederaufnahme des Arbeitsalltags wie gut alles gelaufen ist. So war der heutige Tag ein guter Start in das normale Leben.

Wie geht es mir aktuell? Es geht mir sehr gut. Die OP war für mich der richtige Schritt, ich bin glücklich wenn ich mich im Spiegel sehe oder nach dem täglichen Bougieren mit der Hand das OP-Ergebnis ertaste. Ja, so hätte es schon immer da unten aussehen sollen. Bis auf eine kleine Stelle ist inzwischen alles sehr gut verheilt. Aber auch diese letzte Stelle ist auf dem besten Weg dank der feine Pflege durch meine Liebste.

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Letzten Dienstag hatte ich zusammen mit Monika einen Termin in Donaueschingen. Die nette Zeitungsschreiberin vom Artikel im Schwarzwälder Boten vom November 2008 (hier der damalige Blogeintrag) hatte sich zwar bereits im Frühjahr gemeldet, doch irgendwie hat sich ein Zusammentreffen zwecks eines Folgeartikels immer wieder hinausgeschoben. Jetzt endlich hat es geklappt und so kam ein weiterer sehr schöner Artikel am Samstag in der Zeitung. Ich verlinke hier einfach mal auf die Webseite des Schwarzwälder-Bote: hier klicken


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Soweit mal wieder das Neueste zu berichtende. Was steht derzeit noch an? Ich muss meine Hormone nun wieder auf das richtige Maß einpendeln. Der erste Hormonstatus nach der OP zeigte, dass ich beim Östrogen etwa die Hälfte des Wertes vor OP erreicht hatte (Ich hatte wohl etwas zu vorsichtig das Hormon-Gel dosiert). Also die tägliche Dosis mal zunächst verdoppeln und dann in einiger Zeit wieder kontrollieren lassen. Sollte sich ja recht einfach einrichten lassen mit dem richtigen Wert, ich muss ja nur die Östrogenzufuhr regeln und nicht mehr das Blocken des Testosterons. Und dann möchte ich auch bald den Termin für die Nach-OP mit der Klinik abstimmen, dass dann schon bald wirklich alle Schritte auf dem Weg zu meinem wahren Ich erfolgreich gemeistert sind.

Viele liebe Grüßles an alle :-)
Theia

Freitag, 26. August 2011

2 Wochen Post-OP

2 Wochen ist es nun her, dass meine geliebte Frau sehr tapfer sein mußte und die Stunden während meiner OP-Zeit durchzustehen hatte. Sie hat das ganz fein hinbekommen und heute sind wir beide sehr froh, dass alles so fein gelaufen ist.

Wie geht es mir 2 Wochen nach der so sehnlich herbei gewünschten Operation?

Es geht mir sehr gut. Das Ergebnis sieht wirklich super aus und die kleinen Wundnachwehen habe ich zusammen mit meiner liebsten Privatpflegerin im Griff.

Liegen (auch seitlich und auf dem Bauch), Gehen und Stehen machen mir keine Probleme mehr, nur das Sitzen ist noch sehr mit vorsichtigem Herantasten an eine möglichst ideale und entspannte Sitzposition möglich. Wobei ich sagen muß, dass es inzwischen schon sehr viel besser geworden ist und ich nicht mehr millimeterweise nach einer beschwerdefreien Sitzposition kämpfen muß. Eine weiche Sitzunterlage ist allerdings durchaus noch sehr wichtig und zu lange Sitzen ist auch noch etwas arg anstrengend. Ein wenig in die gemütliche Rücklage positionieren hilft hingegen gut. Wenn ich also in einer Faultier-artigen Sitzposition auf dem Sofa rumlümmle, dann hat das nicht wirklich was mit Faulheit zu tun, sondern ist eben derzeit eine noch sehr angenehme Schonhaltung. ;)

Zwei mal am Tag heißt es derzeit für mich, eine möglichst entspannte Rückenlage einzunehmen und die Scheide zu dehnen. Die gesamte Prozedur nimmt im Augenblick inkl. pflegerische Umsorgung und Eincremen mit Haut- und Wundsalbe eine Stunde Zeit in Anspruch. Einmal am Vormittag und einmal am Abend. In dieser Zeit heißt es den Stent, also den Platzhalter, der die Scheide in der OP gebildet hat, einzuführen und eine halbe Stunde in der Scheide zu belassen. Ziel ist es dabei, die Weite und Tiefe der Scheide zu erhalten. Würde man auf das Bougieren, also das Dehnen der Scheide verzichten, so würde sich mit der Zeit selbige verkleinern und der ganze OP-Aufwand dafür wäre für die Katz gewesen. Mit der Zeit kann der Zeitaufwand für das Bougieren zwar reduziert werden, aber gerade in der Anfangszeit sollte dieser Aufwand sehr sorgfältig und diszipliniert auf sich genommen werden.

Nun heißt es für mich die nächsten Wochen, das OP-Ergebnis weiter zu pflegen und mich mit meinem neuen Körperbereich weiter einzufühlen (was schon sehr gut funktioniert, denn ich fühle mich rundum gut) :)

Liebe Grüßles
Theia

Dienstag, 23. August 2011

Die Heimfahrt nach der OP


Nachdem am Sonntag Abend der Hautfetzen, den meine Frau entdeckt hatte, als Koagel identifiziert wurde, konnte ja gestern die Entlassung erfolgen. Leider zeigte sich da eine kleine kommunikative Lücke in der Klinik. Ich wartete nach dem Frühstück nämlich noch auf die Visite, als meine Frau schon zum Abholen aus dem Hotel eintrudelte. Die für die Visite übliche Zeit war schon deutlich verstrichen und ich wollte mich noch dringlich etwas abduschen unten rum, also hab ich mich zum Pflegerzimmer aufgemacht und nachgefragt. "Visite entfällt heute, die Ärzte sind schon bei einer OP". Na Danke, hätte ja mal jemand kurz Bescheid geben können, zumal ich noch ein zwei Fragen an die Docs gehabt hätte. Gut, das geht dann auch noch telefonisch später und den abschließenden Blick auf das Ergebnis hatte Dr. Liedl ja am Sonntag bereits gemacht. Also noch den Rest an Sachen zusammensuchen, frisch machen und ab durch die Mitte. Kleiner Schlenker in der Praxis zur Klinik vorbei wegen der notwendigen Krankschreibung für diese Woche und dann sollte es losgehen.

Wie würde es nun mit dem Sitzen und der notwendigen Anzahl an (Zwangs-)Pausen aussehen? Zum Sitzen legte ich mir eine Decke mehrfach zusammen auf den Beifahrersitz (unser Auto hat zum Glück ausreichend Kopffreiheit) und stieg dann ganz vorsichtig ein. Aha, schon mal nicht schlecht. Mal noch etwas die Sitzposition korrigieren und es fühlte sich aushaltbar an. Gut, schauen wir mal wie es sich dann macht in den nächsten Minuten und Stunden. Die Fahrt ging los, direkt auf den Mittleren Ring von Stuttgart, dann weiter Richtung Lindau und von da aus am Bodensee lang Richtung Singen und von da nach Hause. Wenig Verkehr machten die Fahrt schon mal sehr angenehm für Monika. Ich stellte recht schnell fest, dass ich bei unebenen Bodenverhältnissen (Kanalisationsdeckel oder so) oder stärkeren Bremsmanövern mich ein klein wenig in die Rückenlehne drücken sollte. Gut daß viel Autobahnstrecke vor uns lagen.

Die Fahrt lief gut und nach der ersten Fahrstunde ging es mir immer noch gut. Ich ließ Monika die Wahl, ob sie eine Pause brauchen würde, was nicht der Fall war. Mir ging es blendend. Nicht ganz entspannt sitzend, aber eben doch so gut, dass ich nicht zwingend aufstehen mußte fuhren wir bis Lindau durch. Auch dort wieder die Überlegung einer Pause, doch auch jetzt ging alles fein. Im Gegenteil, langsam befürchtete ich, dass ich nach eine Pause nicht wieder so gut Sitzen würde. Also fuhren wir bis nach Hause durch und legten eine Fabelzeit für die Strecke hin. Rund 3 Stunden von München bis nach Hause sind supi, wenn man noch bedenkt, dass Bogenhausen auf der östlichen Seite von München liegt und man ja auch noch einmal um München außen rum muß. :)

Wir erreichten also bestens unser zuhause und mir ging es trotz dem langen Sitzen supi. :)

Wie geht es nun weiter? Zunächst mal natürlich die nächsten Wochen mit Krankschreibung zuhause. Jeden Tag zwei Mal mit dem Stent die Scheide dehnen für ca. 30 Minuten. Ich habe auch einen Dilatoren-Set verschrieben bekommen zur Vaginaldehnung. Sogar das geht bei mir auf die Krankenkasse. Ob ich dann die Dilatoren oder den Stent zum Dehnen nehme ist mir überlassen. Hauptsache artig üben ........... ähm .......... dehnen (geht ja um rein medizinische Zwecke) ;-)

Ganz viele liebe Grüßles
Theia

Sonntag, 21. August 2011

Ein Koala an meiner Harnröhre???

Morgen geht es nach Hause :-) Juhuuuuu, bin froh, daß der Klinikaufenthalt sich nun dem Ende neigt und ich die weitere Genesungs-/Heilungszeit zuhause verbringen kann. Da ist es einfach viiiieeel gemütlicher, freier und ich muß nicht wegen der doofen Strümpfe streiken. Hihi, nein, ganz so schlimm war es nicht, aber die Schwester heute bestand doch tatsächlich darauf, daß ich unterschreibe, daß ich das Anziehen der Thrombose-Strümpfe ablehne. Wo ich seit Tagen ohne diese lästigen Dinger rumrenne und mich alle möglichen Pfleger und Ärzte so gesehen haben und nie was kam. Naja, unterschiedliche Auffassung der Vorgaben.

Heute war nun Dr. Liedl am Abend bei mir und hat sich den Hautfetzen angeschaut und es als Kaogel identifiziert. Ähm, was bitte hat ein Koala bei meiner Harnröhre verloren??? Nein, kein Beuteltier aus Australien, ein "Koagel" oder auch "Koagulum".

Wikipedia sagt dazu:
Ein Koagulum (lat. coagulare „stocken“) entsteht durch die Blutgerinnung und ist eine gallertartige Blutblase aus roten Blutkörperchen (Erythrozyten), dessen Außenhaut durch den „Klebstoff“ Fibrin stabilisiert wird. Ein nicht infiziertes und intaktes Koagulum spielt eine entscheidende Rolle bei der Wundheilung.
Anders als der Begriff Thrombus wird im medizinischen Sprachgebrauch der Begriff Koagulum für ein Blutgerinnsel verwendet, das sich außerhalb eines Blut- oder Lymphgefäßes (extravasal) befindet und nicht innerhalb (intravasal).

Das ist wie gedacht nix Schlimmes und löst sich von alleine auf. Um dem Lösen aber Starthilfe zu geben drückte der gute Doktor mit seinem Finger ein paar gute Stücke von dem Koagel aus der Hautfalte neben der Harnröhre raus. Dabei wurde mir mal eben die gute Gefühlswelt der neu geschaffenen Klitoris demonstriert. Das sollen später mal lustvolle Gefühle werden??? Heute tat es einfach nur mal ziemlich komisch und leicht weh. Aber immerhin entstand das Gefühl an der richtigen Stelle und es war sehr viel Gefüüüüüüü....aua...hl. Fazit vom Doc und von mir: Alles ist fein, Entlassung aus der Klinik ist Morgen :)

Heute heißt es nur noch: einmal Dehnen der Scheide mit dem Stent und dann eine gaaaaaanz gute Nacht verbringen mit viel Vorfreude auf die morgige Heimfahrt.

Gaaaaanz viele liebe Grüße an alle meine Leser, danke für's Daumendrücken :)
Theia