Samstag, 23. Oktober 2010

Vorwarnung an meine Krankenkasse

Soooodele, mal ein kürzerer Blogabstand wie zuletzt :-). Auch wenn nicht wirklich weltbewegendes passiert, so gibt's doch mal wieder einen kleinen Schritt vorwärts.

Das OP-Indikationsschreiben ist nun auf dem Weg zu meiner Krankenkasse zusammen mit dem Gerichtsbeschluß. Dann weiß die schon mal so was da auf sie zukommen wird :-). Tja, so eine geschlechtsangleichende OP ist halt nicht grad für 2,50€ zu bekommen und dann kann schon mal gespart werden ;-). Naja, eigentlich konnte sich meine Krankenkasse ja schon Anfang des Jahres ihre Gedanken um den weiteren Fortgang machen als meine Vornamensänderung dort durchgeführt wurde. Würde mich wundern wenn es dort in meinen Akten nicht schon lange einen kleinen Vermerk geben würde. Einen wirklichen Antrag auf Kostenübernahme kann ich derzeit noch nicht ganz stellen, da ich ja noch nicht weiß welche Klinik es denn werden wird, bzw. welcher Doc da unten an mir die Veränderungen vornehmen darf.

Schauen wir mal, wird sich sicherlich auch nicht heute oder morgen entschieden, ein zwei Gespräche mit potenziellen Kandidaten werde ich noch führen. Vor Frühling 2011 wird sicherlich sowieso keine OP stattfinden, da gibt es noch ein ganz anderes, sehr wichtiges Projekt, das erst mal erfolgreich durchgeführt sein will. Schließlich möchte ich soooo gerne mit meiner Liebsten endlich ganz zusammen sein und wir sind grad fleißig dabei das zu bewerkstelligen. Ich freu mich so sehr darauf :-)

Derzeitiges Ziel mit der Krankenkasse ist es einfach dort schon mal zu klären was die alles haben wollen und wenn es dann mit den Daten mit der Klinik und dem Arzt soweit ist, dann soll es dann halt möglichst zügig und einfach über die Bühne gehen. Also schon mal vorfühlen und anleiern. Wird schon alles fein klappen :-))).

Viele liebe Grüße an alle meine tapferen Leser. Danke dass ihr hier weiter dran bleibt auch wenn es mal etwas dünner ist mit Beiträgen. Freue mich sehr :)

Theia

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Mir reicht's ...

mit den hohen Herren von Bahn, Bund und Land.

Ups, was ist denn nun los? Theia? Hallo? Alles klar mit mir? Was hat dieses Thema mit meinem Weg zu tun? Zugegeben, nix direktes, aber irgendwie halt doch.

Die Politik ist abgehoben und hat vergessen wie ihr Auftrag lautet.

"Dem Volke dienen" sollte jeder Politiker in seinem Aufgabenheftchen stehen haben. Doch irgendwie haben die hohen Herren und Damen das irgendwie vergessen aufzuschreiben bzw. zu verinnerlichen. Dass irgendwelche Manager von Großunternehmen das nicht so sehen ist ja irgendwo noch nachvollziehbar, doch die "Vertreter des Volkes" sollten sich da mal ein wenig besinnen.

Mir persönlich geht es noch nicht mal so extrem um das Projekt Stuttgart-21 direkt, wobei ich es auch nicht mehr nachvollziehen kann wie man da Milliarde um Milliarde an Steuergeldern reinstopfen kann ohne dass ein Ende der Kostensteigerungen absehbar wäre und von einer Wirtschaftlichkeit nach meinem laienhaften Verständnis sowieso keine Rede mehr sein kann. Gut Argumente gibt es für und gegen das Projekt, mir leuchten die Gegenargumente irgendwie mehr ein (http://www.kopfbahnhof-21.de/). Aber wie schon gesagt, das Projekt ist das eine, das andere, und für mich viel schlimmere, ist die Art und Weise wie mit den Protesten des Volks umgegangen wird.

Da wird von diesem hohen Herrn der Bahn der Bevölkerung doch tatsächlich ein Widerstandsrecht abgesprochen. Das Volk hat jedes Recht zum Widerstand, und außerdem: Woher kommt denn der Großteil des Geldes mit dem sein tolles Projekt bezahlt wird??? Kann ich als unfreiwilliger Geldgeber nicht mal klar machen dass ich nicht einverstanden bin und dagegen angehen? Oh doch, ich kann und ich darf!!!

Da wird ein Polizeieinsatz mit deutlich über 100 verletzten Demonstranten als gerechtfertigt verargumentiert bei einer Demonstration mit Menschen quer durch alle Bevölkerungsgruppen, sicherlich keine wirklich potentiell gefährliche Demonstranten (ja, es gab auch 6 verletzte Polizisten, wahrscheinlich haben die Kollegen schlecht mit dem Pfefferspray gezielt). Klar hat die Polizei ihre Aufgaben und darf wenn es notwendig ist auch Gewalt anwenden. Doch wieso muß denn in so einer Situation nun unbedingt mit aller Gewalt ein Gelände geräumt werden? Die meisten der Demonstranten wäre aller Wahrscheinlichkeit wohl ein paar Stunden später eh nach Hause gegangen und dann hätte man die verbleibenden paar wohl viel lockerer loswerden können. Hätte der Tag Verzug den Bauarbeiten, die über viele Jahre andauern werden soooo sehr weh getan? Da können die Herrschaften da oben noch so oft beteuern das wäre ok gewesen weil die Demonstranten sich auf ein Polizeiauto gesetzt und mit Kastanien geworfen haben. Nein, das ist auch nicht in Ordnung, aber es rechtfertigt eben keinen Einsatz von Wasserwerfern, Pfefferspray und Schlagstöcken, Nein tut es einfach nicht.

Heute kommt ein Angebot zur Schlichtung von Seiten unseres "Landesvaters" (Alleine schon dieses Wort und mir wird derzeit übel). Und wenn man dann auch noch schaut und sieht, dass eben dieser Herr einen tollen Schlichter anbietet, dieser aber in Wahrheit gar nix schlichten kann weil das um was es der protestierenden Bevölkerung geht gar nicht zur Diskussion steht, könnt ich .....

Im Radio habe ich gehört, dass nicht mal ein Volksentscheid über das Projekt im Land möglich ist weil das ganze unter Bundeshoheit steht. Wie praktisch ist das denn? Da braucht man sich ja nicht mal drehen und winden und fadenscheinige Argumente gegen einen Volksentscheid sammeln um das böse böse Volk daran zu hindern das ganze womöglich tatsächlich stoppen zu können. Unserer Politik täte es glaube ich ziemlich gut mal zu ein paar Dingen das Volk zu befragen. Das würde zum Einen den Informationsfluß zur Bevölkerung mal ankurbeln und zum Anderen der Politik helfen das Volk zu hören. Nebenbei könnte man ein Stückchen Verantwortung aufs Volk schieben, denn was ist praktischer als später sagen zu können: "Das Volk hat das selbst genau so entschieden"?

Naja, im März 2011 ist Landtagswahl, das dürfte als Art Volksbefragen wohl auch taugen und keine Angst meine lieben Politiker, es wird genügend Menschen geben im Land, die dieses Thema zum Wahlkampfthema machen. Ach ja, meine seit Jahren sichere CDU/FDP-Stimme könnt ihr schon mal abschreiben, ich wähle im März eine andere Partei, und ja, ich wähle, garantiert!

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So, mal meinem Ärger über das was da grad so abgeht etwas Luft gemacht. Doch was hat das ganze nun mit meinem Weg zu tun? Nun, als Mitglied einer kleineren Bevölkerungsrandgruppe bin ich auf eine vernünftige Gesetzgebung und Absicherung durch Recht und Gesetz angewiesen. Um es genau zu sagen betrifft das das Transsexuellengesetz (TSG) sowie das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (AGG). Wir Betroffene wissen alle, dass insbesondere das TSG dringend renovierungsbedürftig ist. Seit Jahren sind höchstrichterliche Entscheidungen noch nicht im Gesetz korrigiert worden (§7 Abs.3). Eine Klage wegen der Problematik im §8 (Zwangs-OP kontra dem grundgesetzliche verbrieften Recht auf körperliche Unversehrtheit mit dem Recht auf freie Persönlichkeitsentfalltung) steht derzeit an. Geschweige denn die Diskussionen über das Gesetz als ganzes und z.B. seine Gängeleien mit dem Doppel-Gutachtenverfahren für eine vergleichsweise harmlose Vornamensänderungen (auch wenn ich es erfolgreich hinter mir habe finde ich es übertrieben).

Wie soll sowas für eine vergleichsweise kleine Gruppe von Menschen beeinflußbar sein wenn schon Großdemonstrationen nicht mal den Funken von Einsicht bei unseren Politikern mehr hervorrufen? Wenn nicht mal ein mögliches Wahldebakel eine Winzigkeit von Einlenken hervorrufen kann?

Natürlich geht es mir persönlich sehr gut, ich hab super Glück mit allem gehabt und doch geht es mich einfach an und ich hoffe, dass sich zugunsten aller noch kommenden Betroffenen etwas tut um den Weg leichter zu machen. Leicht wird das leider nicht bei unserer Politik :(

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Ob Politik im Kleinen oder Großen, ich wünsche mir, dass die Menschen, die vom Volke gewählt ihren Job bekommen haben, mit der Aufgabe dem Volke zu dienen, diese Aufgabe bitte gefälligst auch mal wahrnehmen anstatt immer nur mit eineinhalb Augen nach der tollen Pension und den sonstigen eigenen Vorteilen zu schauen. Wir fragen mal nicht was unseren Landesvater dazu bewegt zu riskieren die nächste Wahl in den Sand zu setzten. Ob es wirklich die persönliche positive Einstellung über das Projekt ist oder vielleicht doch was anderes? Nene, sowas denken wir nicht mal ... Alles zum Wohle des Volkes ... auch wenn das Volk das nicht will, aber was weiß das dumme Volk denn schon was gut für es ist?

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Ich hab lange überlegt ob ich hier in meinem Blog einen solchen Beitrag einstellen soll. Ich habe mich dafür entschieden weil ich es richtig empfinde. Meine Meinung ist ein Teil von mir. Und hier und heute äußere ich sie offen, das ist mein Recht und meine Pflicht, unsere Politik will ja interessierte und mündige Bürger ... das heißt ... wenn ich mir das so genau betrachte ...............

Samstag, 2. Oktober 2010

OP - Indikation

Öh, da kam doch letztens tatsächlich die Frage ob bei mir alles gut ist. Hab ich so lange hier schon nix mehr geschrieben? Ja, es ist tatsächlich so. Zwei Monate ohne einen Blogeintrag sind das gewesen. Doch was soll man denn auch schreiben wenn alles so normal ist wie es nur sein kann und sich nichts ereignet worüber es was zu schreiben gäbe?

Ich habe einen Zwischenstand auf meinem Weg erreicht, der bei einigen Betroffenen sogar einem Endstand enstpricht und lebe ein Leben wie ich es mir vor gar nicht so vielen Jahren nicht erträumen hätte können. Mein Leben ist glücklich, ausgefüllt und ein Leben geworden. Und es ist so "normal" geworden. Und nur schreiben "nix los" ist irgendwie auch langweilig. Ich denke ich muß mir mal Gedanken darüber machen wie ich meinen Blog hier zukünftig weiterführen möchte. Egal wie, es geht weiter und es geht sogar mit meinem Weg weiter, es gibt Neuigkeiten.

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Am Montag hieß es mal wieder Besuch beim Psychologen. Ein klares Ziel vor Augen: "Ich will die OP-Indikation haben." Das erste Mal war ich bei diesem Besuch nicht alleine sondern in Begleitung von Monika, die an diesem Tag nach unserem Urlaub noch bei mir sein konnte.

Die Hinfahrt zum Termin fraß mal wieder meine komplette Fahrzeitreserve auf, 6 Kilometer Stau wegen einem Unfall und schwupps waren 45 Minuten weg. Damit blieben nur noch weitere angekündigte 8 Kilometer von denen ich nicht wußte wie viele mich betreffen würden. Zum Glück gibt es auf meiner Strecke eine eher wenig genutzte Umfahrungsmöglichkeit und dank kleinerer Landstraßen saß ich, nein, saßen wir :-), mal wieder auf die Minute pünktlich im Wartezimmer. Immerhin reichte die Zeit dann nicht mal für eine Zeitschrift und Monika durfte dann meinen lieben Psychologen begutachten *hihi*.

Ich machte die Geschichte ziemlich kurz. Nach einem kuzen "es geh mir prima" trug ich mein Anliegen vor und rund 20 Minuten später spazierten wir aus der Praxis raus, ich mit einem Umschlag und dem erhofften Schreiben in der Hand und der inneren Gewissheit, dass ich nun bereit bin für diesen Schritt.

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Es ist nun also soweit, dass ich tatsächlich das große Thema der OP in Angriff nehme. Einen ersten Vorgesprächstermin hatte ich zwar schon, aber der war ja eher für mich wichtig zu sehen wie meine Gefühle auf das Thema reagieren als die OP durchzukauen, auch wenn ich als Ergebnis noch mehr herausbekommen habe und weiß, dass ich mir meinen Arzt noch suchen muß. Mal sehen wo es dann sein wird. Derzeit schweben mir mal noch zwei Ärzte vor. Mal sehen. Auf jeden Fall heißt es nun aber auch meine Krankenkasse schon mal mit ins Boot zu holen, die soll das ganze schlußendlich ja bezahlen. Mein Psychologe meinte, dass die privaten Krankenkassen wohl im Allgemeinen leichter mitspielen. So wie das bisher bei mir alles gelaufen ist sehe ich auch dort gute Karten, dass ich gut mit allem hinkomme und auch die Kostenübernahmezusage problemlos kommt. :-)

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Und wie sieht es sonst so bei mir aus? Naja, wie man ja quasi mitbekommt (durch nix mitbekommen ;-) ) ist eben alles supi normal und das Leben verläuft in den schönsten Bahnen. Die Hormone wirken weiter, meine Rechts-Links-Verwechslungsschwäche vergrößert sich ständig, ich muß schon meine Schulungsteilnehmer warnen bevor ich was erkläre wo rechts und links vorkommt ;), und im Brustbereich zieht es und zwickt es wobei ich nicht sicher weiß ob das ein Wachstumsschub ist oder meine leider mal wieder starken Nackenverspannungen von der Arbeit daran auch schuld sind. Grübeleien wie vor inzwischen geraumer Zeit gab es keine mehr. Eben, das Leben ist fein.

Sodele, das sollte es erst mal gewesen sein, hoffe die Zeitspanne bis zu meinem nächsten Blogeintrag wird nicht so groß wie dieses Mal. Ansonsten schreib ich einfach

"Guggugs, ich bin noch daaahaaa und alles ist gut" ;-)

Bis bald ihr Lieben, hoffe euch geht es auch allen gut.

Alles Liebe,
Theia

Samstag, 31. Juli 2010

Zwei Jahre medizinischer Weg

Ich hab noch so ziemlich genau den Film im Kopf wie ich mich vor zwei Jahren auf den Weg zu meinem Hausarzt machte um mich mit meinem Weg auf der medizinischen Seite voranzuwagen. Ich weiss noch genau wie ich im Wartezimmer sass, mein Blutdruck vor lauter Nervösität jenseits von Gut und Böse, mit dem Gedanken: "Wenn ich hier kollabiere vor Aufregung bin ich immerhin beim Arzt". Was dann genau geschah lässt sich im Beitrag von vor zwei Jahren nachlesen. Der Blick zurück macht mich froh. Froh dass ich den Mut gefunden hatte zu mir zu stehen und meinem innersten Ich zu folgen auf dem Weg in eine ganz neue Zukunft.

Zwei Jahre sind vergangen seit den ersten offiziellen Schritten auf dem Weg zu meine wahren Ich. Heute hab ich den grössten Teil des Weges geschafft. Natürlich kann man wohl nie sagen der Weg wäre abgeschlossen, doch immer wieder werden Teilstücke gemeistert und vieles liegt erfolgreich hinter mir. Nur noch das eine grosse Thema der geschlechtsangleichenden OP steht mir bevor, doch auch dieses Teilstück meines Weges ist nun angegangen und ich bin sicher, dass ich auch dieses Stück meines Weges erfolgreich meistern werde.

Zusammen mit meiner geliebten Ehefrau habe ich die Sicherheit gefunden zu wissen wohin ich will und wie mein zukünftiges Leben aussehen soll. Aus meinem Weg ist unser Weg geworden und wir gehen ihn gemeinsam.

Danke dass du für mich da bist und mit mir bist, für die Sicherheit die du mir gibst und die Chance meine Gefühle zu hinterfragen und zu erkennen. Danke das es dich gibt. Ich hab dich sooooo sehr lieb mein Engeli.

Mittwoch, 14. Juli 2010

ein klein wenig Werbung ;)

Sie hat es mir mehrfach "angedroht", mich geneckt und mit dem Gedanken gespielt. Heute nun hat sie es wahr gemacht.

Ein neuer Blog hat das Licht der Internetwelt erblickt und die Autorin ist meine Ehefrau :). Unser Leben aus ihrer Sicht, Erlebnisse und Situationen aus einer nicht ganz alltäglichen Ehe.

Szenen einer ungewöhnlichen Ehe

Wer mag kann ja mal reinschauen, ein kleiner Einblick in unser Leben mal unabhängig von meinem TS-Lebensweg. Wünsche viel Spaß beim Lesen :)

Grüßles
Theia

Sonntag, 11. Juli 2010

Sommerloch ?

Gibt es nix Neues oder fehlt mir nur grad die Lust mich an den PC zu setzen und einen Blog-Eintrag zu schreiben? Irgendwie ist es glaub ich eine Mischung aus beidem. Das Leben läuft schön vor sich hin, so wie ich es mir wünsche und der gedankliche Fokus liegt im Augenblich am meisten darin die Hitze zu überstehen. Und doch gibt es zwei Projekte, die in Arbeit sind, bzw. angegangen werden.

Projekt 1 ist es meine Liebste dauerhaft zu mir zu holen, dass wir nicht mehr so lange getrennt sind voneinander und diese traurigen Momente bei der noch immer wieder kehrenden Trennung für die nächsten Tage nicht mehr erleben zu müssen.

Projekt 2 ist es nun an das Thema geschlechtsangleichende Operation dranzugehen. Ja, ich bin nun soweit zu sagen, dass ich es angehen mag. Mir ist bewußt, dass es sowieso nicht von heute auf morgen geht, aber, oder gerade deshalb werde ich mich nun in diese Richtung kümmern. Zunächst mal wird das heißen mal wieder einen Termin bei meinem Psychologen auszumachen um mir dort die OP-Indikation zu holen, dass ich dann im nächsten Schritt mit meiner Krankenkasse auskaspern kann was die alles von mir haben wollen. Allerdings geht das schon da terminlich los, vor August hab ich selbst praktisch keine Zeit, und mal sehen wann Doktore seinen Urlaub plant. Nun gut, ToDo-Liste Punkt 1 für nächste Woche: Termin klären :)

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Was machen eigentlich die Hormone? Rund 1 1/2 Jahre läuft die Hormontherapie nun und es geht mir weiterhin rundherum fein. Keine Anzeichen von irgendwo, dass da etwas wäre was so nicht sein soll. Psychisch bin ich stabil, keine depressiven Anfälle, keine Grübeleien, alles richtig fein. Und die innere Bereitschaft meinen Weg nun in Richtung Op weiterzugehen ist da. Körperlich schaut es auch nett aus. Mal von meiner Waage abgesehen, die mir einreden will, dass ich zugenommen habe *grummel, dir zeig ich's*, geht es mir auch so prima. Und öhm, tja, nun, für "B" brauche ich inzwischen nicht mal mehr mit dem Maßband zerren und schummeln *hihi*.

Wünsche allen ein gutes Überstehen der heißen Jahreszeit
Grüßles
Theia

Montag, 7. Juni 2010

meine Gedanken zur Toleranz

Ich lese immer wieder, eigentlich sogar sehr regelmäßig Blogs anderer Autoren und ab und an ärgere ich mich über die Haltung und Ansichten mancher dieser Autoren. Dieses Mal ging es soweit, dass ich mir überlegt hatte einen ziemlich deutlichen Kommentar abzugeben und klar zu machen, dass diese Meinung in meinen Augen ziemlich überrissen ist. Nun, ich habe den Kommentar nicht geschrieben sondern mich dazu entschlossen meine Gedanken hier einfach mal neutral in meinem Blog als Thema zu formulieren. Sicherlich ein ziemlich heißes Eisen und ich weiß, dass es bisher an jeder Stelle, an der ich über dieses Thema gestolpert bin zu ziemlich heftigen Diskussionen gekommen ist, die aber irgendwie dann doch wieder ziemlich bezeichnend für die Haltung eines großen Teils der Diskutierenden zu sein scheint. Das Thema läßt sich mit einem einzigen Wort beschreiben, ein Wort, das eigentlich dazu dienen sollte genau die großen Diskussionen und Probleme zu eliminieren aber scheinbar in Wahrheit das eigentliche Problem beschreibt/ist:

Toleranz

"Toleranz, auch Duldsamkeit, ist allgemein ein Geltenlassen und Gewährenlassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten. Gemeint ist damit heute häufig auch die Anerkennung einer Gleichberechtigung unterschiedlicher Individuen."
(de.wikipedia.org/wiki/Toleranz)

Toleranz ist immer ganz einfach wenn eine Mehrheit einer Minderheit ganz großzügig gegenüber sein kann ohne eigene Ideale, Anschauungen oder Denkweisen zu verletzen. Toleranz hört schlagartig immer dann auf wenn die zu tolerierende Minderheit in Bereiche eindringt, die der Mehrheit etwas Abweichen von den idealen, Anschauungen und Denkweisen abverlangt. Toleranz wird immer da gefordert wo eine Minderheit sich gegenüber einer Mehrheit durchsetzen will. Tja, und das zusammen bildet einen teilweise nicht zu lösenden Konflikt. Einerseits fordert die Minderheit völlig zurecht, dass auch ihre Belange toleriert werden; doch könnte es nicht auch sein, dass die Minderheit mal tolerieren könnte, dass die Mehrheit eben eine andere Meinung hat? Miese Situation. Beispiel? Volksabstimmung in der Schweiz: Minarettverbot mit einer klaren Ablehnung. Nun fordert die Minderheit, dass die Mehrheit sie doch gefälligst zu tolerieren hat. Könnte die Minderheit nicht ebenso tolerieren, dass die Mehrheit sich dagegen entschieden hat?

Interessanterweise gehöre ich ja in einem gewissen Bereich auch einer ziemlichen Minderheit an und würde mich natürlich sehr freuen wenn alle Menschen dieser Erde mich als genauso gleich und wichtig und toll ansehen würden wie sich selbst. Es wäre super wenn ich nicht immer ein gewisses Risiko hätte, mal an Menschen zu geraten, die mit mir, meinem Sein, meiner Art zu leben ein Problem haben könnten. Es wäre genial wenn mich alle Menschen einfach so tolerieren würden wie ich bin.

Ich weiß, dass sich manchen Menschen nun eben doch nicht ganz so einfach tun mit mir. Sei es meine Transsexualität oder möglicherweise auch meine Ehe mit einer Frau. Ja, es gibt solche Menschen, auch wenn ich in der glücklichen Lage bin mit solchen Menschen nicht zu tun zu haben, oder sie sich so geschickt von mir zurück gezogen haben, dass es mir nicht aufgefallen ist, was aber irgendwie wohl auch ein Zeichen wäre, dass da sowieso keine wirkliche Verbindung gewesen war. Nun, wenn es so ist, dann ist das für mich ok, auch wenn ich es schade finde, aber ich werde niemandem meine Person aufdrängen.

Und genau da liegt mein Ärgernis diese Tage. In manchen Texten lese ich immer wieder heraus, dass sie sich unglaublich darüber aufregen, dass sie nicht von der gesamten Menschheit als das akzeptiert, respektiert, toleriert werden was sie sind. Natürlich würde es viele "Probleme" lösen wenn alle Menschen sich gegenseitig einfach so akzeptieren würden wie sie nun mal eben sind, über die kleinen oder größeren Unterschiede hinwegsehen würden und einfach nur einen Menschen sehen würden.

Die Menschen sind nun einmal von Natur her Unterschiedlich. Hautfarbe, Statur, Geschlecht, Religion, x Merkmale in denen die Natur und die Kulturelle Entwicklung Unterschiede in die Menschheit eingebracht hat. In vielen Kulturen hat man viele dieser Unterschiede überwunden, in anderen Kulturen gibt es bis heute mächtige Differenzen. Und auch in "meinem" Thema gibt es viel Unverständnis und Ablehnung. Natürlich gefällt mir das nicht und ich versuche ein klein wenig auch mit meinem Blog dazu beizutragen, dass diese Ablehnung durch Unverständnis ein wenig kleiner wird. Aber ich verstehe auch, dass sich eben manche Menschen aufgrund diversester Gründe nun mal mit meinem Thema schwer tun. Ob das aus der Erziehung oder aus der Religion oder sonstwoher kommt spielt dabei keinen Unterschied. Vielfach ist es ja auch einfach nur die Problematik, dass sich die Menschen einfach mit dem Thema, das nun einmal nur eine kleine Minderheit an Menschen betrifft, noch niemals konfrontiert sahen.

Wie ging es denn uns Betroffenen selbst am Anfang unseres Weges? Wer bitte hat sich denn im dem Augenblick an dem uns an uns selbst etwas komisch/anders vorkam sofort als Transsexuell akzeptiert? Wer hat nicht mit dem Gedanken hantiert, dass das nicht sein kann, dass das unnatürlich ist, dass das nicht geht. Und wer hat aus mangelnder Toleranz der Tatsache dass es nun halt mal doch so ist nicht sogar über Suizid nachgedacht? Wie sollen wir es schaffen allen Menschen gegenüber aus dem Stand heraus tolerant zu sein, wenn wir uns zeitweise nicht einmal selbst toleriert haben? Wieso denken die Menschen, dass alle anderen direkt und ohne Probleme jedwede Andersartigkeit oder Denkweise zu 100% tolerieren können müssen?

Wie steht es mit uns selbst den Menschen, mit denen wir zu tun haben, die Toleranz entgegenzubringen, dass sie eben anders sind, andere Gefühle haben, eine andere Weltanschauung haben, andere Lebenserfahrungen und andere Sichtweisen haben? Wieso können wir nicht akzeptieren, dass andere Menschen eben nicht verstehen können was Transsexualität ist? Wieso können wir nicht tolerieren, dass ältere Menschen ihren Halt im Geschlechterbild Mann-Frau haben, dass religiösere Menschen am Leitbild Mann-Frau hängen und dass es eben Menschen gibt, die sich nicht vorstellen können, dass es ein dazwischen oder ein "im falschen Körper geboren sein" nun mal eben auch gibt? Wieso können wir nicht einfach tolerieren, dass es bei manchen Menschen länger geht uns zu verstehen und dass es Menschen gibt, die es einfach gar nicht hinbekommen werden?

"Toleranz. Zum Gedanken gelangen: »Obwohl ich glaube, Recht zu haben, und dass es die Wahrheit gibt, werde ich sie euch nicht aufzwingen«."
Albert Memmi, Exercice du bonheur, wikiquote.org/wiki/Toleranz

Ich fordere keine Toleranz von anderen Menschen, denn in dem Moment in dem ich sie fordere bin ich selbst intolerant. Die Menschen müssen selbst dahin kommen mich zu akzeptieren und zu tolerieren. Ich kann ihnen nur helfen indem ich bin wie ich bin und meinen Weg gehe. Wer es wünscht, den informiere ich soweit ich kann und soweit es sein darf. Wenn das nicht reicht, dann toleriere ich das. Ich gehe meinen Weg, andere gehen ihren Weg. Menschen, die meinen Weg kreuzen, vielleicht sogar ein Stückchen mit mir gehen erfreuen mich natürlich. Menschen die meinen Weg kreuzen, den meinen nicht verstehen und einen anderen Weg weitergehen wünsche ich alles gute auf dem ihren.

Es gibt Dinge auf der Welt, die können und dürfen niemals toleriert werden. Die Toleranz hat ihre Grenzen genau da, wo das Leben und die Würde anderer Menschen zerstört wird. Allerdings sind das auch wirklich heftige Dinge, die darunter fallen. Kindesmißbrauch, Massenvernichtung im 2. Weltkrieg und ähnliches. Klar ist immer die Frage wo zieht man die Grenze? Doch weder meine Würde, noch mein Leben wird zerstört, wenn ich auf einen Menschen treffe, der meine Lebensweise und meine Art nicht toleriert und vorzieht mit mir nichts mehr zu tun haben zu wollen. Ich muß nicht mit jedem Menschen gut können, ich kann gar nicht mit jedem Menschen gut können. Zu vielfältig sind die Menschen, zu groß die individuellen Unterschiede. Ich kann nicht alles verstehen was auf der Welt vor sich geht. Und mein Verstand ist viel zu klein um immer und überall über richtig oder falsch objektiv beurteilen zu können. Also bleibt mir eben nichts anderes übrig als die anderen Menschen in ihrem Sein zu tolerieren und mir als meine Wegbegleiter die zu suchen, die das selbe mit mir machen.

Bei allem Recht so toleriert zu werden wie ich bin und sein will, so muß ich ebenso tolerieren, dass manche das nicht können. Toleranz ist immer eine Gegenseitigkeit, nur wird das leider viel zu häufig vergessen!

Sonntag, 16. Mai 2010

rechtmäßig verbundene Eheleute



Wir sehen hier die "rechtmäßig verbundenen Eheleute" Monika und Theia. Eine feine Formulierung hat der Standesbeamte gewählt um unsere Vermählung zu vollenden. Nicht von Mann und Frau war in der Trauformel nämlich die Rede sondern einfach von Eheleuten. Das tönte wundervoll und trifft einfach das was ist. :-)

Die ersten Gäste trudelten schon am Vorabend ein und das erste Beschnuppern untereinander verhieß eine tolle Stimmung für die Feierlichkeiten. Zudem wurde uns so viel Ablenkung bereitet, dass wir für Nervösität oder Aufregung kaum Zeit hatten.

Am Freitag verging die Zeit zwischen Aufstehen und dem Moment "Jetzt geht es zum Standesamt" rasend schnell. Kleine allerletzte Vorbereitungen und dann ging schon das große Gäste Empfangen los. Und dann war es soweit. Der Weg aus der Wohnung und zum Auto verschaffte mir dann das erste Mal ein großes Gefühl der Aufregung. Ich würde nun in wenigen Minuten mein Engeli ehelichen. Alles andere trat in den Hintergrund denn der große Augenblick stand jetzt ganz unmittelbar bevor.

Wie geplant waren wir ein wenig vor Termin beim Rathaus und hatten so die Gelegenheit noch ein paar Fotos zu machen, die weiter hinzukommenden Freunde und Bekannte zu begrüßen und plötzlich hieß es dann "Laßt uns jetzt mal reingehen". Der Raum war schön vorbereitet und bot Platz für alle Anwesenden. Überpünklich ging es dann mit der Zeremonie los und nach einer schönen Ansprache hieß es das Brautpaar möge sich nun erheben. Na prima, und das mit meinen inzwischen ziemlich zitternden Knien, die Aufregung war voll da und nun sollten wir aufstehen? Ging zum Glück besser als geplant und so nahm die Fragerunde ihren Lauf. :)

Das allereinzige Mal, dass der offiziellen Geschlechtlichkeit Rechnung getragen wurde war die Frage ob "Herr ..." die anwesende "Monika ..." heiraten wolle. Mein "Ja" kam so dünn gehaucht raus, dass ich Angst hatte es wäre zu leise gewesen, doch ein gewisses Kichern um mich herum verriet mir, das es wohl doch laut genug gewesen war und der Standesbeamte machte auch artig weiter. Die umgekehrte Frage lautete dann ob "Frau ..." die anwesende "Theia ..." heiraten wolle. Das "Ja" meiner Liebsten bekam ein wenig Anlauf um dann klar, laut und deutlich zu sein. Tja, und danach kam dann die große Spannung wie denn nun die Sprachformel sein würde und da hieß es dann eben völlig neutral und somit wunderbar "Eheleute".

Das Leisten der Unterschriften war nochmal ein süßer Moment. Mein Liebstes zögerte ein wenig mit dem Nachnamen um ja nicht versehentlich was falsches zu schreiben und flugs war der Standesbeamte da und zeigte ihr ganz lieb unseren nun gemeinsamen Nachnamen zum Abschreiben. :-) Monika hatte allerdings schon geübt und zauberte so eine feine Unterschrift unter die meine. Nun nur noch die beiden Trauzeugen und der Standesbeamte und der formelle Teil ging in die Erinnerungen über.

Unsere Trauzeugen hatten noch eine kleine Zusatzaufgabe. Ein kleines persönliches Textlein hatten wir vorbereitet und dieses sollte noch verlesen werden was von beiden sehr schön gemacht wurde. Und hier kamen mir dann schlußendlich auch die Tränen. Obwohl wir unser Textlein ja kannten, ja sogar selbst geschrieben hatte, so war es doch so ein berührender Moment, dass die süßen Taschentüchlein, die meine Schwester für uns besorgt hatte, zur Verwendung kamen.

Tja, und was kam dann? Das gaaaaaaanz große Knuddeln mit allen die einen irgendwie in die Finger bekamen und die vielen lieben Glückwünsche. Meine Kollegen hatte heimlich eine kleine Sektbar aufgebaut und es ging mit lieber Versorgung direkt ans Anstoßen.

Die Feier des großen Ereignisses verlief dann in kleinem familiärem Rahmen. Ein lecker Mittagessen, danach Kaffee und Kuchen. Unterbrochen von eine riesengroßen und wahnsinnig tollen Überraschung. Die Familie des Bruders meiner Frau :) hat ein ganz besonderes Hobby und so kamen wir in den Genuß eines ganz einmaligen kleine Privatkonzertes mit Japanischen Trommeln. Wow, einfach soooooo genial. Eine Überraschung nicht nur für uns, sondern für alle Anwesenden und einfach wundervoll.




Ich mag gerne ein gaaaaaaanz großes Dankeschön sagen an alle unsere lieben Gäste die mit uns einen wunderschönen Tag erlebt haben. Ein Dankeschön an meine lieben Kollegen, über deren Anwesenheit bei der Trauung ich mich sehr gefreut habe. Danke für die Überraschung nach der Trauung :). Ich mag Danke sagen an unseren Standesbeamten für die tolle Trauung und die feine Formulierung. Danke auch für das Geschenk der Stadt, eine wirklich feine Überraschung :). Danke an unsere beiden Trauzeugen, ihr habt uns eine große Freude bereitet, hihi, danke für die lustigen Taschentüchleins :). Dann ein Danke an unser Restaurant, das Essen war supi lecker und wir haben uns richtig wohl gefühlt. Danke für das gelungene Überaschungskonzert, ein tolles Erlebnis (ein Extra-Dank an die Unterstützung aus Rottweil :) ).

Und ein gaaaaaaanz besonders großes Dankeschön geht an meine liebe Ehefrau.

Danke dass es dich gibt, ich liebe dich.


*kicher* vielleicht sollte ich auch noch dem Autochen von Monika danke sagen, dass ich am Donnerstag nochmal als Retterin meine Zukünftige überzeugen konnte, dass ich sie ganz doll lieb habe und immer für sie da bin. Aber nun darf es wieder immer ganz artig anspringen ;-)))

Freitag, 14. Mai 2010

Hiermit erkläre ich euch zu ....

Nur wenige Posts habe ich vorab geschrieben und sie zu einem bestimmten Zeitpunkt automatisch veröffentlichen lassen. Dieser ist einer davon, denn in dem Augenblick wenn dieser Text sozusagen das Licht der Internetwelt erblickt sitze ich nicht am PC. Meine Liebste und ich stehen genau jetzt vor dem Standesbeamten und es dürfte gerade der Moment sein, in dem die entscheidenden Worte gesprochen werden:

"Hiermit erkläre ich euch zu Frau und Frau"

Der tatsächliche, offizielle Text wird lauten "Mann und Frau" aber das ist uns egal, wir sind Frau und Frau :-)

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Rasend schnell sind die letzten Tage vergangen und immer mehr kam ein Kribbeln in der Magengegend. Wie groß wird die Aufregung wohl noch werden? Werden wir in der Lage sein dieses einzige, winzige Wörtchen, welches wir beide zu sagen haben, laut und deutlich genug über die Lippen bekommen? Alles andere an Reden und Ansprachen haben wir ja schon unserem Standesbeamten und den Trauzeugen zugeschoben, doch das Wort "Ja" müssen wir beide selbst hinbekommen. Gut, werden wir gerade eben wohl geschafft haben, denn nur dann kann es den Satz des Standesbeamten geben, der uns zu Eheleuten macht. Und auch wenn die offizielle Trauformulierung von Mann und Frau spricht, so sind wir doch nun als Frau und Frau miteinander verbunden. Nicht die gesprochenen Worte sind entscheiden, nur das Gefühl im Herzen ist wichtig, und so werden wir auch diese kleine Spezialität der einzementierten Sprachformeln als eine kleine besondere Anekdote in unserem Leben aufnehmen.

Bleibt nur noch eine Frage offen: Werde ich das kleine Taschentüchlein, das meine Schwester für mich bereithalten wird, wirklich brauchen? Ich vermute ja, denn ich bin ein ziemliches Gefühlssensibelchen geworden und kann vor Rührung in null komma nix in Tränen ausbrechen :)

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Mein geliebtes Engeli,

ich danke dem Himmel, dass es dich gibt und dass wir uns in diesem Leben begegnet sind. Meine Freude mit dir zusammen sein zu dürfen ist grenzenlos und ich weiß, daß ich mir nichts sehnlicher wünsche als mit dir zusammen mein Leben zu erleben. Du hast mich von Anfang an so genommen wie ich bin, mit all meinen Ecken und Kanten und Wunderlichkeiten. Ich habe mich in dich verliebt und diese Liebe ist mit jedem gemeinsamen Moment und auch in der Zeit des alleine seins immer stärker geworden. Ich habe durch dich erfahren dürfen wie schön es ist mit einem geliebten Menschen gemeinsam durchs Leben gehen zu dürfen. Habe mit dir zusammen schon so viele wundervolle Momente erlebt, dass ich mir nicht einmal vorzustellen vermag wie ich ohne dich leben könnte. Ich möchte für dich da sein, dir das Leben verschönern und dir auch zukünftig ebensolche wunderbare Momente schenken wie wir sie bisher zusammen erfahren durften.

Ich bin die Deine, alle meine Gefühle und Emotionen drehen sich um dich.

Ich liebe dich.

Theia
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Mein liebes Kleines

Dies ist dein Blog und heute nur heute, weil es ein besonderer Tag ist. schreibe ich ausnahmsweise auch einen Eintrag.
Es berührt mich sehr, wie wunderbar du über dich, uns und deine Gefühle schreibst.
Ja, ich liebe dich so wie du bist und dass ich dich in mein Leben anziehen durfte, ist ein grossartiges Geschenk.
Ich danke dem Universum, der geistigen Welt, die das innere Wissen mit der schwarzen Rose noch untermauert hat.
Ich fühle mich mit dir tief verbunden, fühle mich eins mit dir.
Mit dir nun den Lebensweg gemeinsam zu gehen, bedeutet:

Mit dir reden, dich verstehen
Dir in Allem beizustehen
Mit dir weinen, mit dir lachen
Einfach schöne Dinge machen
Mit dir tanzen, mit dir singen
Alles Schöne in Alltag bringen

Einfach mit dir das Leben leben
Es kann nichts Besseres für mich geben.

Wir werden jede für sich und gemeinsam reifen und wachsen und nur das Beste auf unserem Weg für uns und alle Beteiligten anstreben und anziehen.

Ich liebe dich sehr
Deine Monika

Samstag, 8. Mai 2010

Steuererklärung für 2009

Bäääh, jedes Jahr das gleiche. Ich schiebe und verschiebe und verbummle und verdränge ... und irgendwann im Mai merke ich, dass es einfach nix bringt, weil sich das Thema halt eben nicht auf ewig loswerden läßt und dass auch die Anfrage auf Fristverlängerung ja Arbeit ist und ich trotzdem nicht um die eigentliche Arbeit drum herum komme. Diese doooooooofe Steuererklärung jedes Jahr. Jaja, ich weiß, da kann man auch Geld wieder zurückbekommen und bislang hat es an sich auch jedes Jahr gut geklappt. Aber Frau muß sich halt hinsetzen und den Kram zusammensuchen und machen *grmpf*. Nun ja, so sollte es also sein und ich hab mich heute vormittag drangesetzt und es hinter mich gebracht.

Hmmm, ok, auch wenn ich ja nicht viel Arbeit habe, aber was mache ich mit diesem Beleg-Mischmasch??? Teils steht da ja noch der alte Vorname drin *verflixt*. Ok, also so wie bisher in dieser Situation, völlig pragmatisch, ein kleines Extra-Schreiben geschrieben mit der Erklärung, das Urteil als Kopie dazu und bei der Gelegenheit gleich eine neue Steuernummer mit Kennzeichen weiblich beantragt. Was man alles so in eine Steuererklärung mit reinstopfen kann *hihi*. Bin mal gespannt wann die erste Rückfrage kommt :-)))).

Rund eine Stunde hab ich gebraucht (inkl. Runterladen und Installieren der Software für Elster). Kann man ja nix sagen eigentlich, denn ein paar Euro sollten auch dieses Jahr wieder rauskommen laut dem Programm und für den Stundenlohn muß ich lange nach einem Job suchen. Darf ich die Steuererklärung noch zwei drei Mal mehr einreichen? *grins*