Montag, 13. Juni 2011

Der gelbe Umschlag :)

Mußte ich erst in den Urlaub fahren, dass das Gericht aus dem Schlaf erwacht? Hihi, naja, ich denke mal, dass es durchaus die normale Durchlaufzeit war, aber aus meiner Sicht hätte es ja sowieso nicht schnell genug gehen können. Wie auch immer. Heute, bei unserer Heimkehr aus dem Urlaub war der Briefkasten gestopfte voll mit Werbung, Zeitungen, normaler Post und eben dem ganz besonders heiß erwarteten gelben Umschlag. Die förmliche Zustellung des Gerichtentscheids. Und was stand drin???

ES IST EIN MÄÄÄÄDCHEN :-)

Oder auf Amtsdeutsch:

"Es wird festgestellt, dass die Antragstellerin dem weiblichen Geschlecht angehört."

Juhuuuu, ein weiterer Schritt ist geschafft. Ok, rechtlich noch nicht ganz, der Bescheid ist noch nicht rechtskräftig, aber was soll da noch dazwischen kommen? Also mal wieder ein supi Grund zum Anstoßen.

Kleine Randnotiz: Der Beschluß ist auf den 19.05.2011 datiert, die Ausfertigung meines Examplars datiert auf den 8.6.2011. Wie lange die Amtswege doch immer mal wieder dauern *tztz*

Viele Grüße an alle und ganz fest gedrückte Daumen für alle, die auch grad an §8 sind :)
Theia

Montag, 23. Mai 2011

Der OP-Termin steht fest

Nach unserem guten Gespräch am Freitag in der Klinik in München Bogenhausen war klar, dass die OP dort stattfinden soll. Bereits in der Sprechstunde hatte der Doc die OP-Anmeldung ausgefüllt. Ich solle mich dann nur an das Patientenmanagement wenden um hinsichtlich Wartezeit und dann später Termin Auskunft zu erhalten. Gut, fein, wollte ich machen. Dachte, ich lasse mir bis Dienstag oder Mittwoch Zeit, dass auch die Unterlagen ihren Weg zum Patientenmanagement finden können.

Doch jemand anderes war schneller als ich. Montag vormittag finde ich eine SMS meiner Liebsten auf meinem Handy, dass sich die Klinik in München zuhause gemeldet hätte, hinsichtlich Terminvereinbarung zur OP. Ööööhhh, das geht aber fix dort *staun*. Also gut, dann rufe ich dort mal zurück und schaue mal wie detailiert die Planungen schon gemacht werden können. Ergebnis: Die Planungen sind ziemlich detailiert, der Termin für die OP wird fixiert. Keine drei Monate wird es ab heute mehr dauern bis es soweit ist. Nun gilt es in dieser Zeit mich immer wieder zu prüfen, ob ich die OP wirklich, absolut sicher will, und mich gedanklich darauf vorzubereiten.

Sonntag, 22. Mai 2011

OP-Vorgespräch Dr. Liedl in München

Anfang Mai hatte ich mit der Klinik in München telefoniert und einen Termin für das OP-Vorgespräch zur GaOP bei Dr. Liedl vereinbart. Um das Gespräch ganz in Ruhe führen zu können, zudem dieses Mal meine Frau mitkommen konnte, habe ich mir extra Urlaub genommen und ein Hotelzimmer in München reserviert, so dass wir den Tag nach dem Gespräch noch in München verbummeln konnten. Aber der Reihe nach:

Eine Fahrt nach München muß immer mit ausreichend Zeit für die Hinfahrt kalkuliert werden. Für unseren Termin um 13:30 Uhr fuhren wir nach gemütlichem Aufstehen und Fertigmachen gegen 8:30 Uhr los. Wie immer, von hier aus, führte der Weg am Bodensee entlang durch eine Stadt, die sich bislang bei gemeinsamen Fahrten eher von ihrer stauigen Seite gezeigt hat. Alleine für Friedrichshafen wird von uns immer eine extre-Fahrtzeit eingeplant. FH und die umliegenden Städte am Bodensee sollten sich echt mal dran setzen die Umfahrung umzusetzen. Nunja, dieses Mal lief es erstaunlich gut und auch der Weg nach und durch München waren ohne Stau oder Stockungen zu bewältigen. Somit waren wir gute 1 1/2 Stunden zu früh bei der Klinik in Bogenhausen und konnten uns noch etwas bei einem kleinen Mittagessen entspannen.

Mein Termin um 13:30 Uhr erwies sich als Raffinesse der Klinik um ein zu spät kommen der Patienten zum Termin zu reduzieren, in Wahrheit ging es um 14 Uhr los. Naja, immerhin ein paar Minuten in denen sich die Aufregung zum Termin ein wenig steigern konnte. Insgesamt war ich zwar relativ ruhig, doch die Wartezeit wollte eben auch verbracht sein. Endlich durften wir dann vorrücken auf den Warteplatz vor dem Sprechzimmer. Ein erster Blick auf Dr. Liedl, der kurz vorbeisauste und schon ging es ins Sprechzimmer. Allerdings nicht zu Dr. Liedl, sondern zu einem anderen Arzt. Öhm, sind wir richtig eingeordnet worden? Ich hab doch einen Termin mit Dr. Liedl??? Aber Entwarnung. Der Doktor, zu dem wir hineingebeten wurden erwies sich als der Assistent von Dr. Liedl und führte das Vorbereitungsgespräch. Schon er machte einen super Eindruck auf mich und seine frische, dynamische Art machten ihn für mich gleich sehr sympatisch. Zunächst schaute er sich meine Unterlagen (OP-Indikation, Gutachten und Kostenübernahme meiner Krankenkasse) an. Sehr zufrieden über meine vollständige Vorbereitung und direkte Erfüllung der notwendigen Voraussetzungen für die OP erklärte er dann in einer prima Art die OP. Wie die Durchführung sein würde und was drum herum und danach zu beachten wäre. Meine 2 1/2 Fragen wurden sehr kompetent beantwortet und zu dem Thema, bei dem Frau Doktor aus dem ersten Gespräch schier die Krise bekommen hatta (mein etwas zu viel an Haut und Pölsterchen aufgrund des vielen Abnehmens vor wenigen Jahren), hieß es nur: "Das ist kein Problem, evtl. halt ein bizzeli kosmetisch nicht ganz so schön, aber für die OP spielt es keine Rolle". Und obwohl das mein eigentlich größtes Problem schon beantwortet hätte, so wurde dann doch Dr. Liedl selbst noch kurz zum Gespräch hinzugeholt um das auch von ihm klären zu lassen. Nur ganz kurz kam Dr. Liedl rein, begrüßte uns sehr freundlich, schaute kurz und meinte auch, dass sei überhaupt kein Problem, eher sogar im Gegenteil: Man muß dann nicht so viel ziehen um alles an Ort und Stelle zu bekommen weil genug Haut da sei. :-) Na sowas, wird das "Problem" sogar noch zum Vorteil *freufreu*. Irgendwie aber auch schon interessant wie unterschiedlich die Ansichten der Ärzte sein können.

Ein sehr gutes Gespräch und es war schon zu diesem Zeitpunkt klar: Die OP wird in München mit Dr. Liedl stattfinden. Die OP geht in die Planung der Klinik. Ich muß noch Kopien meiner Gutachten hinschicken und dann kann ich mich an das Patientenmanagement der Klinik wenden hinsichtlich der nun noch fehlenden Info, wann die OP denn stattfinden könne. Zunächst mal ganz grob in Form einer etwa-Abschätzung und dann irgendwann konkret welcher Termin.

Schon erstaunlich wie anders dieses Gespräch gelaufen ist im Vergleich mit meinem ersten Temrin vor rund einem Jahr auf der anderen Straßenseite in der eigentlich der selben Klinik !?! Zwar unterschiedliche Fachbereiche aber die Klinik ist die gleiche. Und mir kam die Adresse gleich so bekannt vor. Nunja, wenn die Straßenseite einen so großen Einfluß hat, dann soll es mir recht sein :-)

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Manchmal ist die Welt ja ziemlich klein. Ich muß mich heute noch kringeln wenn ich an die Begegnung denken, die wir direkt mit Verlassen des Sprechzimmers hatten. Komme ich aus dem Zimmer raus, Monika läuft schon voraus Richtung Ausgang, da fällt mir direkt neben mir eine Person auf. Ich schaue einmal, dann nochmal, und es ist klar, diese Frau kenne ich. Also irgendwie zwar noch nicht so direkt, aber das Bild schießt mir direkt vors Auge. Müssen wir beide nach München fahren um uns mal direkt persönlich zu treffen. Schon witzig. Wir kennen uns quasi bislang auch nur übers Internet vom gegenseitigen Blog lesen. Und nun laufen wir uns in München vorm Sprechzimmer von Dr. Liedl über den Weg. Echt witzig :-)

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Um nicht einfach von zuhause nach München zum Termin und anschließend direkt wieder heimzurauschen haben wir uns für eine Nacht in München in einem Hotel einquartiert. Wenn man schon mal dort ist, dann kann man ja auch ein wenig durch München bummeln und ein Bayrisches Schmankerl zum Abendessen vertilgen :). München ist einfach fein zum Bmmeln, grad wenn man es nicht gewohnt ist solch riesige Einkaufsstraßen zu bebummeln. Ein Besuch bei Dallmayer, den ich irgendwie immer nur mit Kaffee verbinde, ist schon genial. Ein Feinkost und Delikatessen-Geschäft, das man nur selten so zu sehen bekommt. Man weiß  gar nicht wohin man zuerst schauen soll und was man am liebsten einfach mal schnell probieren möchte. Ein nochmaliger Besuch am Samstag zum ein klein bizzeli was Einkaufen war klar :).

Petrus war uns für die beiden Tage sehr wohl gesonnen. Wir hatten nur eine kleine Gewitterwolke die nicht ganz dicht war. Doch die fiel genau in die Zeit des Abendessens und im Lokal vom Augustiner Brauhhaus konnten wir die Regenzeit sehr lecker überbrücken.

Hihi, eine Begegnung ist mir auch noch nett im Gedächtnis geblieben: Wir sind auf dem Weg in die Fußgängerzone, hinaus aus einer Unterführung. Da macht sich hinter uns jemand bemerkbar. Ein völlig unbekannte Person spricht uns an. Ich denke mir schon meine Antwort: "Nein, ich habe leider keine Uhr und kein Feuerzeug", doch das war gar nicht das Thema. "Entschuldigen Sie" fängt es ganz vorsichtig an, "sind Sie ... oder waren Sie mal ein Mann?" Irgendwie ganz unsicher ob man sowas fragen kann kommt es aus dem Herrn raus. Ich fand das witzig und meinte "ich war mal einer". Ein kleines, nettes Gespräch kommt zustande. Nur kurz, aber auf seine Weise eben sehr angenehm und witzig :).

Samstag nutzten wir dann um zeitig zum Viktualienmarkt zu bummeln, ich fand Riesen-Radieschen und wir hätten uns wohl einen Träger suchen müssen, wären wir nicht vom Frühstück satt gewesen. Ein toller Markt um einfach nur mit den Augen zu konsumieren, die schönen Stände einfach nur zu betrachten.

Die Heimfahrt lief dann wieder sehr fein, nur ausgerechnet die schon oben erwähnte Stadt an Bodensee hat es mal wieder geschafft einen eigenen Eindruck zu hinterlassen. Da Monika gefahren ist hatte ich neben dem Betrachten der Landschaft auch nochmal Zeit meine Gedanken schweifen zu lassen, den Termin vom Vortag nochmal zu betrachten. Und je mehr ich darüber nachdenke, desto sicherer bin ich mir: Ja, das ist es, da wird die OP stattfinden:

 Der letzte große Schritt meines Weges hat begonnen.

Freitag, 6. Mai 2011

GaOP-Vorgesprächstermin

Heute nur ein kleines Update über den Stand aller Dinge und doch auch eine kleine Weiterentwicklung.
  • Von meinem gelben Umschlag vom Gericht ist nix zu sehen, das dauert noch etwas. Ist zwar nicht tragisch, aber wäre trotzdem schön, wenn das bald mal fertig wäre.
     
  • Heute habe ich einen Termin in München zum GaOP-Vorgespräch bei Dr. Liedl vereinbart. Übernächste Woche werde ich mit meiner Frau dort sein.
     
  • Das neue Bild ist schon wieder veraltet, meine Haarfarbe ist neu :)
Das war's erst mal für heute. Wünsche allen ein schönes Wochenende,
Grüßles
Theia

Montag, 25. April 2011

Familientage

Vier freie Tage am Stück hatten wir endlich mal wieder. Vier Tage zusammen mit meiner Frau, meiner Mutti und meiner Schwester. Ein Frauenquartet :). Schöne Tage konnten wir verbringen, Petrus hat fein mitgespielt und so ergab es sich, dass wir am Samstag im Kurpark von Bad Dürrheim endlich einmal ein paar neue Fotos von uns allen machen konnten. Das dabei von mir entstandene Foto hab ich mal als Bild in der rechten Spalte eingefügt.

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Gemütlich ging es bei uns zu; und irgendwie hat es das Gericht auch gemütlich. Hihi, ja, es sind erst ein paar Tage seit dem Gutachtertermin und trotzdem warte ich nicht wirklich gerne. Leider habe ich bislang noch nix gehört. Gut, eine Überraschung kann es ja nicht mehr geben, die  Aussagen der Gutachter sind ja nicht mehr eindeutiger zu bekommen, als daß §8 befürwortet wird, und doch, so irgendwie hätte ich das Schreiben im gelben Umschlag doch schon gerne bald in der Hand :-). Naja, ich werd es bekommen und so lange muß ich eben noch warten.

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Seit nunmehr 4 Wochen ist meine Frau nun hier fest bei mir und lebt sich ein. Doch darüber berichtet sie selbst und wer wissen mag, wie es ihr, mir und uns geht, der schaut da --> "Szenen einer ungewöhnlichen Ehe".

Grüßles an alle
Theia

Dienstag, 12. April 2011

Gutachten 2 zur Personenstandsänderung

Schnell ging das Ganze dieses Mal mit den Gutachtern. Waren es zur Vornamensänderung noch viele Monate zwischen Anhörung bei Gericht und Gutachtenterminen, so kann man dieses Mal nur von wenigen Wochen sprechen. Mein erster Gutachter hat ja schon in einem Mini-Schreiben seine Meinung kund getan, heute sollte Gutachten zwei kommen.

Zusammen mit meiner Frau habe ich mich heute morgen auf den Weg gemacht um den Termin hinter mich zu bringen. Ich konnte mir einfach beim besten Willen nicht vorstellen wieso das drei Stunden dauern könnte. Aber ich sollte es ja bald erfahren.

Zuvor war noch ein kleinerer Spaziergang durch das Tübinger Uni-Klinik-Gelände notwendig. Die Anmeldung in einem ganz anderen Gebäude wie meine Gutachterin und das Wetter war nicht grad super Sonnenschein. Was tut man nicht alles für etwas, das man haben will? ;-) Naja, ich war ja in liebster Begleitung, da ging das schon. (kleiner Hinweis an die Uni-Klinik Tübingen: die Beschilderung ist nicht grad genial, der ein oder andere zusätzliche Wegweiser wäre hilfreich, meine Frau hat das richtige Gebäude gefunden, ich wäre wohl mehrfach dran vorbeigelaufen)

Wie lange hat es nun gedauert??? Nein, es wurden keine drei Stunden Gutachtentermin wie im Einladungsbrief angekündigt, es wurde nur knapp eine Stunde. Ein ganz lockeres Gespräch über mein Leben seit dem Gutachten zur Vornamensänderung. Wie geht es mir heute? Wie hat sich das Privat- und Berufsleben seither entwickelt? Einfach ein kleines Update der Entwicklung. Ein Gespräch mit einer interessierten Gutachterin, ein gutes Gespräch.

Eine kleine Entschuldigung ist somit in Richtung meiner Gutachterin notwendig, habe ich sie doch leicht verflucht und die Augen gerollt beim Gedanken an den unerklärlich langen Termin.

Wie schaut nun das Ergebnis des Tages aus? Ganz eindeutig:

:-) ES WIRD EIN MÄDCHEN :-)

Klar, ich muß nun mal wieder warten bis die Gutachtenergänzung offziell bei Gericht landet. Dann muß das Gericht offiziell entscheiden und die Einspruchsfrist gibt's auch noch. Also mal wieder warten, aber inzwischen sind wir das ja geübt und haben die Geduld dafür erlangt. Auf ein, zwei Wochen kommt es ja auch nicht wirklich an. Die Vorfreude auf den gelben Umschlag mit der förmlichen Zustellung ist allerdings schon da :-)

Allen, die mir die Daumen gedrückt haben, die an mich gedacht haben , ganz lieben Dank und gaaaaanz viele liebe Grüßles,
Theia

Donnerstag, 7. April 2011

Halb weiblich

Meine Gutachter sind ja sowas von vorhersehbar. Ich habs geahnt, als mein Richter meinte, er wolle noch eine Ergänzung zu den Gutachten für die Vornamensänderung haben, dass diese auch §8 Abs. 1 Nr. 1 bejahen. Unn es ist genau so eingetroffen wie ich mir dachte.

Gutachter 1:
Telefonat mit dem Richter und ein etwa 10-zeiliges Schreiben --> fertig, Sache erledigt

Gutachter 2:
Termin nächste Woche 9 Uhr, "bitte bis etwa 12 Uhr Zeit einplanen". ??? Öhm, ich bin manchmal schwer von Begriff, aber da komm ich wirklich nicht mit. Wir brauchen kein neues Gutachten, sondern eine Ergänzung. Ich versteh's nicht, lasse es mir aber erklären. (Ich hoffe nur, dass ich nicht dem Gutachter das geltende Recht erklären muß *augenroll*)

Na immerhin ist die Geschichte Personenstandsänderung am Laufen und zieht sich nicht ewig in die Länge.

Grüßles
Theia

Mittwoch, 16. März 2011

Amtsgericht, Anhörung zu §8 TSG

Wird es ein Mädchen?

Nun, ich denke sagen zu können: Ja, es wird ein Mädchen, allerdings geht es dann doch nicht ganz so locker flockig wie ich mir das gedacht habe. Aber der Reihe nach:

Rund 10 Minuten geht die Geschichte heute beim Amtsgericht bei der Anhörung. Eine kurze Begrüßung, dann direkt zur Sache. Sieht ganz gut aus erst mal. Der Richter weiß Bescheid, dass § 8 Abs. 1 Nr. 3 und 4 hinfällig sind (hab ich ja auch im Antrag geschrieben mit Verweis auf das Urteil), die Voraussetzungen also grundsätzlich erfüllt sind. Allerdings ganz so einfach macht er es mir nicht. Die Gutachten aus meiner Vornamensänderung werden zwar grundsätzlich anerkannt, aber die beiden Gutachter müssen trotzdem nochmal eine Extra-Erklärung machen, dass auch § 8 Abs. 1 Nr. 1 erfüllt ist.

Nun ist zwar nach meinem Verständnis § 8 Abs. 1  Nr. 1 deckungsgleich mit den Voraussetzungen für § 1 (Wortlaut § 8 Abs. 1 Nr. 1: "die Voraussetzungen des § 1 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 erfüllt,"), die ja mit den beiden Gutachten und dem rechtskräftigen Beschluß ganz klar erfüllt sind (sonst keine Vornamensänderung), aber der Richter will halt nochmal was extra haben weil die Gutachter meinen damaligen Vorabantrag nach §9 nicht gutheißen wollten, da ich noch zu kurz in der neuen Rolle war.

Hmmm, ich verstehe trotzdem nicht, warum nochmal extra Aufwand, weil die Vorbehalte damals bezogen sich eben genau auf die nun nicht mehr benötigte OP. Mein Mini-Aufbegehren dahingehend führte allerdings nicht zum Erfolg, der Richter will das haben. Auch mein Hinweis, dass mein Psychologe mir eine OP-Indikation gegeben hat und meine Krankenkasse schon die Kostenübernahmezusage gemacht hat half nix, weil die OP ja eh nicht mehr nötig ist?!? Öh, wie nun???

Nein, ich lege mich nicht mit dem Richter an. Mir ist nämlich klar, dass die beiden Gutachter ja gar nicht anders können als positiv zu Schreiben. Einzig ärgert mich, dass ich, wenn es doof läuft, nochmal da antanzen muß. Also ziehe ich mit dem Wissen ab, dass es nur eine Frage der Zeit ist (ich werde da schon entsprechend intervenieren bei den Gutachtern, dass das zügig geht) bis es ein Mädchen wird.


Wie sieht also mein Fazit aus? Ich bin mit der grunsätzlichen Richtung zufrieden. Das Verfahren läuft und das Ergebnis ist in meinen Augen auch klar. Aber ich bin eben auch nicht ganz zufrieden weil ich das nochmal Nachbohren bei den Gutachtern nicht ganz verstehen kann. Was sollen die denn genau machen / schreiben? Nun gut, nehmen wir das Positive an der Geschichte: "das wird". Man könnte also sagen:
 
(auch wenn es auch noch ein bizzeli dauert)
Es WIRD auch FORMELL ein Mädchen,
 
 
denn auch wenn es auf dem ganz offiziellen Papier eben noch nicht so steht:
Im Leben ist es ja sowieso ein Mädchen :-)

Mittwoch, 16. Februar 2011

Gerichtspost und Krankenkasse

Wow, jetzt geht's aber rund. Zwei Weiterentwicklungen an einem Tag :-)

~~~ Nummer Eins ~~~

Heute Vormittag klingelt es an der Türe. Die Post ist da. Öh, ich erwarte doch gar nix? Keine Bestellungen oder so Sachen? Ok, also fix runter zur Haustüre und schon beim ersten Blick den gelben Umschlag der förmlichen Zustellung erkannt. Auf dem Weg zu meiner Wohnung reiße ich den Umschlag auf, Frau ist zwar nicht neugierig, aber so wichtige Post muß ja entsprechende Beachtung finden :). Der erste Blick fällt auf das Wort "Beschluß" ... ääähhhh ... ne, das kann eigentlich nicht, oder doch? Nein, ist es auch nicht, es ist nur die von mir mit dem Antrag eingeschickte Kopie des Beschluß zur Vornamensänderung. Der eigentliche Brief ist etwas weniger spektakulär, aber auch nicht unwichtig. Am 16. März darf ich zur Anhörung. Weiß zwar nicht was es da groß anzuhören gibt, aber bitte, ich erkläre dem Gericht doch gerne was ich will und warum ich das bekommen sollte. Fein, also geht es hier weiter.


~~~ Nummer Zwei ~~~

Ein Anruf am frühen Nachmittag, mein Ansprechpartner bei meiner Krankenversicherung.

(das Folgende ist Zusammengefaßt der Inhalt des Telefonats, nicht anz wörtlich)

KraKa: Habe das Indikationsschreiben Ihres Psychologen bekommen und durchgeschaut. Das ist soweit ok, allerdings bräuchte man noch eine klitzekleine Kleinigkeit .... eine Bescheinigung vom Gericht, dass die OP durchgeführt werden könne.

Ich: Öh --> ???. Wie bitte soll das den gehen?

KraKa: Naha, eben der Beschluß nach §8 TSG.

Ich: Äääääähhhmmm. Momentchen, den gibt's doch erst nach der Op?!?

KraKa: Öhm, Wie?

Ich: Mal von der aktuellen Rechtslage abgesehen hieße das ja, dass ich die OP machen muß, dass ich §8 bekomme und danach bekomme ich die Kostenübernahmezusage?


Ein bizzeli ging es dann noch hin und her und mein Ansprechpartner meinte, er würde sich nochmal aufschlauen, das klingt tatsächlich etwas komisch. Er meldet sich bald wieder.
 
Ok, gut, mal sehen was da nun geht. Ich hatte gedacht, dass es wenigstens ein zwei Tage gehen würde und wir uns zur Not darauf einigen müssen, dassich meinen bereits laufenden Antrag auf §8 TSG durchziehe und danach dann die Kostenübernahme kommt. Wäre zeitlich ja nicht so kritisch, ich weiß ja, dass es Mitte März weitergeht. Hätte ich immer noch ausreichend Zeit für alles sicher.
 
Kurze Zeit später klingelt das Telefon erneut. Wieder mein Ansprechpartner. Das ging aber schnell ^^
 
KraKa: Hab mir den §8 nochmal durchgelesen, das geht ja so gar nicht (wie oben beschrieben).
 
Ich: Stimmt, ist etwas umständlich.
 
KraKa: Ich kann die Zusage machen nach dem Nachschauen, dass wir die Kosten übernehmen, auch ohne den $8 Beschluß vorher. Sonst müßten die Kosten vorgestreckt und hinterher eh bezahlt werden. Ich kann Ihnen also jetzt am Telefon schon mal die Zusage machen. Schriftlich kommt das dann die nächsten Tage.
 
 
Wow, ich bin platt. Ich hatte ja gehofft, dass es mit meiner privaten Krankenversicherung etwas einfacher sein könnte wie das ganze Prozedere bei den gesetzlichen ... aber so einfach??? Meine Krankenkasse hat von mir genau zwei Dokumente bekommen: Den Beschluß zur Vornamensänderung und das Indikationsschreiben meines Psychologen. Dazu drei Telefonate, die seeeehr angenehm waren, und das war's. Ich bin sprachlos. Ich hol mir jetzt eine kleine Flasche zum Anstoßen.
 
Ganz viele liebe Grüße an alle meine Leser
Theia

Dienstag, 15. Februar 2011

Update Krankenkasse

Soooooo, endlich hat es geklappt und ich hatte Kontakt mit meiner Krankenkasse. Hatte mich zuletzt nochmal bei meinem Versicherungsmenschen beklagt, dass ich noch nix gehört hatte und schon gings dann. Gut, man hatte zunächst versucht mich telefonisch zu ereichen. Das mußte scheitern, da praktisch alle meine bekannten Telefonnummern nicht mehr aktuell sind (man glaubt gar nicht wie wenig Anrufe man bekommt wenn man mal seine Telefonnummer ändert und nicht überall bekannt gibt *hihi*). Auf jeden Fall bekam ich einen Brief in dem mir ein Ansprechpartner genannt wurde. Schon im Betreff des Briefes erkannte ich, dass im Informationsfluß von mir bis zur Krankenkasse was schief gelaufen ist. Sprach der Kraka-Mitarbeiter nur von dem Beschluß zur Vornamensänderung. Öhm, und was ist mit dem Indikationsschreiben zur OP??? Nachdem es dann heute mit einer Kontaktaufnahme geklappt hatte klärte sich das dann auch direkt. Meine Krankenkasse hatte irgendwie nur den Beschluß vorliegen, mehr war nicht da. Hmmm, naja, in einem sehr angenehmen Gespräch klärte sich das dann schnell und mein eigentliches Ansinnen, den Antrag auf Kostenübernahme für die OP klarzumachen klappte. Ich klärte den Kraka-Mitarbeiter über das Indikationsschreien auf und wir vereinbarten, dass ich es dann gleich per Mail übersenden würde. Im Gespräch kristalisierte sich dann auch heraus, dass meine Krankenkasse die OP bezahlen wird. Eben noch aktuelle Daten (das Indikationsschreiben), dann nochmal telefonieren und sehen was noch im Detail benötigt wird. Ich hab aber das Gefühl, so kompliziert wird das nicht werden. Auf jeden Fall schon mal eine seeeeeeeehr gute Entwicklung :-). Manchmal dauert es etwas länger, wenn es dann aber fein läuft paßt das ja. Vor April geht es hier bei mir eh nicht weiter mit Ärztebesuchen und dann dürfte alles schnell klappen.

:-)